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Die Gründerin der Baumpatenschaften kommt aus Zeesen

en Zeesen - Morgen wird der Träger des alternativen Nobelpreises Professor Michael Succow die Patenschaft über eine 36 Meter hohe Esche am Kurhaus in Bad Freienwalde übernehmen. Es ist bereits die 22. Baumpatenschaft, die im Land Brandenburg von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) übergeben wird.

Trotzdem ist diese Aktion, die zu einem guten «Mensch-Baum-Verhältnis» beitragen soll, für die ehrenamtliche Leiterin des Arbeitskreises «Baumpatenschaften», Gudrun Kalbus, nie zur Routine geworden. Von ihren zwei Enkelkindern wurde die Zeesenerin vor drei Jahren überredet, sich gemeinsam um eine Baumpatenschaft zu bewerben.

Sie wandte sich an das Gräbendorfer Haus des Waldes. Dort wurde der ehemaligen Lehrerin angetragen, doch ein Konzept dafür zu erarbeiten. Vor zwei Jahren wurde dann die erste Baumpatenschaft in Brandenburg vollzogen. «Bäume gehören schon immer zu meinem Leben. Ich rede viel von ihnen, schaue sie mir gern an und habe sie auch als Motiv für meine Bilder gewählt», begründet die Malerin ihr Engagement. Damit der Baumpate mit seinem «Patenkind» enger verbunden ist, schenkt ihm die 60-Jährige ein von ihr mit schwarzen und braunen Aquarellstiften gezeichnetes Baumbild. Aus diesen Zeichnungen ist eine richtige Galerie gewachsen, die bei jeder Patenschaftsfeier ausgestellt wird. «Das bringt Leben in das Projekt, jeder der neu dazu kommt schaut, wer schon dabei ist», so die Künstlerin. Wie es mit der Aktion gelang, Brücken zwischen Mensch und Wald zu schlagen, erzählen die Geschichten der bisherigen Baumpatenschaften.

Erster Baumpate wurde der Landesvater Manfred Stolpe. Danach reihen sich neben bekannten Umweltschützern, wie der Erfinder der «Naturschutzeule» Kurt Kretschmann, die amerikanische Umweltschützerin und Buchautorin Julia Hill auch der Pätzer Waldkindergarten und ein Storkower Bundeswehrbataillon in die Gruppe derjenigen ein, die einen persönlichen Beitrag zum Schutz und zur Pflege von Bäumen leisten wollen.

Mit Michael Succow gehört nun ein würdiger Vertreter, der sich weltweit im Naturschutz Verdienste erwarb, dazu. Sein «Ziehvater im Naturschutz», Kurt Kretschmann, Träger des Europäischen Umweltpreises hat für ihn den Patenbaum in Succows ehemaliger Heimat Bad Freienwalde ausgesucht.

Gudrun Kalbus hält die 36 Meter hohe Paten-Esche künstlerisch fest.



Kurt Kretschmann, der Erfinder der Naturschutzeule, suchte den Patenbaum in Bad Freienwalde für Michael Succow aus.

Berliner Morgenpost, 22. Juni 2001

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